Moorleichen und Irrlichter
Moorprodukte

Moorleichen, Spuk und Gruselgeschichten
über Werwölfe und Irrlichter im Moor

Moore sind wichtige Naturlandschaften.

Was kann man alles über das Moor erzählen. Da gibt es den berühmten Krimi "Der Hund von Baskervilles". Beim Lesen seines dritten und weltberühmt gewordenem Buches von Sir Arthur Conan Doyle, in dem Sherlock Holmes seinen Scharfsinn präsentiert, gruselt sich jeder vor den Spukgestalten eines Moores. Im Moor warten Irrlichter, die ahnungslose Wanderer in den sicheren Tod locken oder gar hungrige Werwölfe mit fletschenden Zähnen. Dann sind da noch die berüchtigt gewordenen Moorleichen, die sich durch den Sauerstoffmangel teilweise einige Jahrhunderte in gutem Zustand erhalten können. Diese toten Menschen zeigen uns heute noch, wie die Menschen damals lebten.

Die berühmteste Moorleiche, die Frau von Windeby

Im Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig-Holstein liegt die wohl bekanntste Moorleiche, die Frau von Windeby. Viele verschieden Theorien wurden aufgestellt. Dieser Mensch lebte in der Eisenzeit und war beim Auffinden 1952 sehr gut erhalten. Nach ersten Deutungen wurde diese Moorleiche hingerichtet. Und zwar sollte es sich um eine junge Frau handeln, die ehelich untreu geworden war. Das ersah man an einer aufgelegten Augenbinde, einem kurzen Haarschnitt und der Feigenhand. Bei der Feigenhand wurde der Daumen zwischen den Zeige- und den Mittelfinger hindurch gesteckt, was ein Zeichen für Untreue ist. Neben dieser Moorleiche fand man eine weitere, den Mann von Windeby.
Die beiden wurden das romantischste Paar der Eisenzeit. Die Ehebrecherin und ihr Geliebter aus Windeby. Erst viel später fand man heraus, dass die Moorleichen einen andere Geschichte haben sollten. Die Augenbinde sollte ein verrutschtes Kopfband sein und Genanalysen deuten bei der Frau auf einen Mann. Auch der Finger der Feigenhand sollte bei der Ausgrabung verrutscht sein. Ein Hoch der Wissenschaft, die Wissen schafft. Bestimmt kommt die nächste Untersuchungskommission wieder auf ganz andere Ergebnisse.

Lassen wir die Toten ruhen. Ich möchte nicht, dass man noch nach Jahrtausenden meine Knochen für Besucher ausstellt und an mir Theorien erprobt. Gegen eine romantische Geschichte hätte ich aber nichts.

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